Ein Stückchen Brot, der Reichtum dieses bedauernswerten rumänischen Hundes.

  Was mir an diesem Bild die Kehle zuschnürt, was mich zu Tränen rührt und gleichzeitig unendlich wütend macht, das ist der eingefangene Augenblick: Das Brot ist für diesen armen Hund wirklich im Moment der ganze Reichtum der Welt. Du erkennst im Blick und in der Körperhaltung des Hundes seine Sorge und Vorsicht, dieses "große Glück" nun bloß nicht zu verlieren. Der Hund begreift nämlich nicht, dass das Brot als Ganzes auf dem Draht liegen bleiben würde; für ihn fällt es da durch. Er ist im Begriff sich auf dem einzigen Fleck über dem Rundeisen in diesem Käfig zu setzten, auf dem er relativ schmerzfrei und "sicher"  (da dort der einzige Zentimeter vermeintlichen "Bodens" vorhanden ist) im nächsten Moment versuchen wird, das Brot aufzuessen - aber nicht ohne dabei tatsächlich wohl das halbe Brot krümelnd durch das rostige Rost zu verlieren und um dann hungernd lange Zeit noch so nah und doch unerreichbar entfernt diese Reste riechen und sehen zu müssen.
  Ich kann nicht beschreiben, was dieses Bild in mir auslöst (!) - aber wenn ich solche Tierquäler in die Hände bekäme... ich sage besser nicht, zu was ich dann fähig wäre.
  Jedenfalls soll dieses an dieser Stelle in meinem Tagebuch verlinkte Bild mich regelmäßig daran erinnern, was wichtig und was unwichtig in dieser Welt und ganz besonders für mich selbst ist.

Rumänischer Hund

  Dem Einwand, wieso es denn kein Foto eines Menschen in einer ähnlichen Situation hier gibt, kann ich nur entgegnen, dass das Leid auch dann kein anderes wäre. Leid bleibt Leid, egal wo und wem es geschieht. Da gibt es keine "Hitparade".