Ausgewählte Einträge - Visionen / Visionäres


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03.09.2005 - Samstag - "Demokratiereform"


   Im Grunde genommen geht es uns ziemlich ähnlich wie den USA: die Bevölkerung ist jeweils zur Hälfte gänzlich unterschiedlicher Meinung, um nicht zu sagen: sie ist gespalten. Ob Krieg oder Frieden entscheidet mittlerweile nur noch eine Handvoll Wähler; genauso wie bei notwendigen langfristig in die Zukunft gerichteten Strategien z.B. der Politik regenerativen Energien. Aber wie soll ein Land langfristig planen können, wenn alle 4 Jahre alles überm Haufen geworfen werden kann? Merkel z.B. will neue innovative Entwicklungen zugunsten längst überholter Technologien stoppen.

   Am Ende stellt sich eben nicht die Frage nach regionalen Wahlentscheidungen, sondern wie eine globale Prosperität sichergestellt werden kann. Hierzu muss die Demokratie weltweit reformiert und den neuen, flexiblen und enorm schnellen Entwicklungen angepasst werden. Ebenso muss eine reformierte Demokratie aber auch die Nachhaltigkeit längerfristiger Strategien sicherstellen.

   Dafür wäre allerdings ein parteiübergreifender Konsens der Notwendigkeit einer Reform Voraussetzung. Leider ist das wohl zumindest zur Zeit nicht realisierbar und birgt daher die große Gefahr eines kommenden Angriffs auf die Demokratie - unmöglich, meinst du? In Russland wurde es bereits vorgemacht - und bekanntlich in etlichen Ländern im letzten Jahrhundert ebenfalls.


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via Weltvision.de - "United States of Earth"


Weltregierung - Vision oder Utopie? Ein positives Bündnis?


   Um diese Fragen zu beantworten,  muss ich in 4 Punkten ausholen.


1. historisch

   Abgesehen von den unterschiedlichsten Bündnisfragen, benötigte die Menschheit immer erst Katastrophen oder schlimme Krisen bzw. Kriege, um ihre Gemeinsamkeiten zu erkennen und zusammen-zurücken. Ob dies nach Napoleons Eroberungszügen oder durch den Völkerbund nach dem 1. Weltkrieg der Fall war, durch die UNO nach dem 2. Weltkrieg oder durch das vereinte Europa der Fall ist - all der Besinnung aufs Gemeinsame  -  also auf ein Füreinander  -  gingen immer Auseinandersetzungen gegeneinander voraus.

   Andererseits werden Bündnisse auch oft gegen einen Feind geschmiedet zur Stärkung der eigenen Position. Meist eskaliert dies, und die Bündnisse enden in Katastrophen oder lösen sich relativ schnell auf. Diese Vereinigungen gegen etwas oder jemanden will ich einmal "negative" Bündnisse nennen.

   Die eingangs erwähnten Bündnisse oder Konferenzen (UNO usw.), die aus mehr oder weniger der Einsicht entstehen, dass nur ein Miteinander aller Staaten Missverständnisse oder Schlimmes verhindern kann, sie nenne ich hier "positive" Bündnisse.


   Da die Kommunikationsmöglichkeiten - die Technik allgemein - sich in einem rasanten Tempo entwickelt und sich gleichzeitig die Bevölkerungszahl potenziert ("Bevölkerungsexplosion"), werden die Zeitabstände zwischen Krieg oder Krisen zu Frieden und zwischen den unterschiedlichsten Bündnissen und Vereinigungen stetig kürzer. Aktion und Reaktion geschieht heute in einer atemberaubenden Geschwindigkeit gegenüber früheren Entwicklungen.


2. mathematisch

   Es ist eine mathematische Gewissheit, dass irgendwann in diesem Jahrhundert die Bevölkerungszahl ein Niveau erreichen wird, auf dem ökologisch, ökonomisch und rein technisch ein Leben nicht mehr möglich sein wird. Davor wird bereits seit Jahrzehnten gewarnt aber die Politik handelt aus nationalen egoistischen Interessen entgegengesetzt. Die meisten Menschen verdrängen diese Tatsache, da sie ihnen einfach unvorstellbar ist. Hierbei spielt der Zeitpunkt gar keine Rolle, ab wann genau ein Leben auf der Erde nicht mehr möglich sein wird, + / - 20 Jahre, Mathematik setzt hier ihre klaren Normen. Vielleicht sind die heutigen Krisen bereits Vorboten. Die Verdrängungsmechanismen des menschlichen Geistes sind aber so fantastisch, dass er mögliche Lösungen dieses Problems in der Besiedlung fremder Planeten, Seuchen oder schlimmen Naturkatastrophen sieht. Bleiben wir hingegen realistisch, so müssen wir erkennen, dass wir bei unserer Untätigkeit am Ende selbst  gezwungen sein werden,  die Lösung des Problems zu schaffen - und dies dürfte die schlimmste hausgemachte und menschenverachtenste Katastrophe der bisherigen Geschichte werden!


3. alternativ

   So schwierig die zukünftigen Probleme auch sein mögen, der Versuch sie ohne Kriege zu lösen, liegt einzig und allein im gemeinsamen Handeln. Ob uns das in diesem Jahrhundert gelingen wird oder nicht, entscheidet letztlich nur die Erfahrung im Umgang mit einem Weltparlament (mit uns) basierend auf den Menschenrechten - bzw. bei Weltkonferenzen, bei denen niemand ausgeschlossen wird und selbst Minderheiten gleichwertig Gehör und Beachtung finden.

   Allein diese Tatsache macht eine demokratische Welt-Volksvertretung so schnell wie nur irgend möglich notwendig - und zwar sogar  lebensnotwendig im Sinne einer rettenden  positiven Weltgemeinschaft!

   Daneben dient ein Weltparlament auch als Kontrolle über den Stärksten sowie als Interessenvertretung der oder des Schwächsten.

   Ohne Weltparlament und Weltregierung geben wir unseren Enkeln ein Erbe mit auf ihren Weg, das unverantwortlich ist, da es unweigerlich zu nicht mehr beherrschbaren Auseinandersetzungen führen wird, deren Ausgang vielleicht Milliarden Menschenleben kosten werden wird.


4. kulturell

   Um die heutigen scheinbar unvereinbaren Gegensätze in der Welt aus der Bahn zu räumen, bedarf es also positiver gleicher Interessen Aller - kulturell, religiös sowie ökonomisch.

   Die Bewältigung einer solchen Aufgabe scheint unmöglich zu sein, doch erinnern wir uns an uns selbst: Noch vor knapp 130 Jahren lebten wir in einzelnen souveränen Fürstentümern, und hätte uns jemand damals gesagt, was in den folgenden paar Jahren Deutschland alles erlebt (Kriege, unterschiedliche Staats- und Wirtschaftssysteme, Revolutionen, Diktaturen, Demokratien bis hin zum Holocaust), man hätte ihm schlicht nicht geglaubt, ums gelinde auszudrücken. Selbst für meinen Großvater war Frankreich noch der "Erbfeind" und ein vereintes Europa wäre ihm so irreal erschienen, wie heute manchem Zeitgenossen eine vereinte Welt.

   Jede Religion achtet auch immer das Leben und will ein Miteinander fördern. Jede funktionierende Ökonomie ist an Konsum ausgerichtet, und ihr Interesse ist daher Wohlstand, nicht Elend. Ein "Kulturmix", in dem jeder das Beste vom anderen übernimmt, wäre für uns als Menschheit, wie ein Quantensprung der Evolution. Gemeinsamkeiten sind überall vorhanden - wenn wir sie nur sehen und erkennen wollen!


   Und hier beginnen nun die großen Aufgaben und Möglichkeiten der Kunst und Literatur: Nämlich den Finger aus der eigenen Wunde zu nehmen und ihn in die Wunde der Allgemeinheit zu legen, indem durch die Erschaffung neuer und positiver spiritueller Visionen noch rechtzeitig mit der Heilung der Weltgesellschaft begonnen wird. Glaube versetzt Berge, die spirituelle Vision ist Glaube!

   Wenn die Menschheit nicht untergehen will, dann muss sie ihre positiven Gemeinsamkeiten finden, die überall und in jedem vorhanden sind. Alte Kritik, Vorurteile, überholte Denkstrukturen und -modelle gehören auf den Müll der Geschichte. Wir brauchen ein neues, positives und gemeinsames Denken - was sicher für viele schwierig und auch schmerzlich sein wird - dennoch: Um dieses Ziel zu erreichen, meine ich, benötigen wir sogar dringend die Vision der "Vereinigten Staaten der Welt".


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via Weltvision.de - "Gemeinsamkeiten hervorheben"


Gemeinsamkeiten hervorheben, Unterschiede achten - zugegeben, eine ziemlich simple Formel für eine Vision, doch wenn man etwas näher hinschaut, ist klar zu erkennen, dass die Menschheit heute mehr verbindet als sie trennt.

   Kulturen, in denen der Krieg das Maß aller Dinge war, sind gottlob ausgestorben. Traditionen sind eben nicht allein ihrer selbst willen schützenswert. In allen Kulturen und Religionen gibt es heute Gemeinsamkeiten, die nur gesehen werden wollen. "Du sollst nicht töten", das ist doch eine fundamentale Aussage, die mittlerweile in allen Religionen und Gesellschaften an erster Stelle steht. Das war nicht immer so, im Mittelalter galt das Fehderecht stärker, und Mord zur Erhaltung damals verstandener Ehre war erlaubt. Solch kranke Sichtweisen sind nur noch in vereinzelten Landstrichen der Erde erhalten geblieben, in den Weltreligionen finden sie hingegen keine Beachtung mehr.

   Es gibt weitere ethische Grundhaltungen, die überall gleich sind. Etwa dass man nicht lügen soll oder die Nächstenliebe. Meine Vision wäre die der Verknüpfung all dieser Werte.


   Einen zweiten wichtigen Aspekt sehe ich im Erstarken des Selbstbewusstseins breiter Bevölkerungsschichten. Dies kann mittels Bildung für alle leicht erreicht werden. Die Bildung macht möglich, dass es heute undenkbar ist, beispielsweise den französischen Nachbarn als Feind zu betrachten, wie es bei meinem Großvater im Zweiten Weltkrieg noch der Fall war. Auch der Zusammenbruch des Sozialismus, von "Solidarnosc" bis zum Fall der Berliner Mauer, hat gezeigt, dass ein kluges und selbstbewusstes Volk nicht ewig an der Nase herumgeführt werden kann. Wo im vorletzten Jahrhundert noch Millionen des Lesens und Schreibens unkundiger Leibeigener ein kärgliches, gewaltsam unterdrücktes Dasein fristeten, gehen heute selbstbewusste kluge Menschen auf die Straßen, um einen Putsch abzuwenden und für die Demokratie zu streiten. Wo in den 1950er Jahren noch Massen zusammengeknüppelt werden konnten, stehen ihre Kinder unerschütterlich auf den Straßen vieler Städte und erreichen mit dem Ruf "Wir sind das Volk", dass ein machtkorrupter Staat sich endlich seinem eigenen Volk beugt und die Macht diesem Volke zurück gibt.


   Der dritte Aspekt zieht die Mächtigen mit hinein in die Vision. Beim Weltwirtschaftsgipfel in Devos wurde erstmalig der Schuldenerlass für ganz Afrika in Erwägung gezogen. Vor 20 Jahren noch undenkbar, setzt sich langsam die Einsicht bei den Mächtigen dieser Welt durch, dass Wohlstand für Alle neben politische auch wirtschaftliche Stabilität verspricht.

   Natürlich ist es nicht von heute auf morgen erreichbar, die Interessen von 6 bis 8 Milliarden Menschen unter einen Hut zu bringen, doch wenn die wichtigsten Punkte, nämlich die Gemeinsamkeiten ins Bewusstsein gerückt werden, dann gewinnen Entwicklungen sehr oft eine Eigendynamik, die Erstaunliches zu bewirken in der Lage ist.

   Die Hoffnung gehört ebenfalls zu meiner Vision; sie soll die drei Aspekte verbinden, dann bin ich davon überzeugt, dass wir einem Weltfrieden noch nie so nah waren wie heute.


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10.01.2005 - Montag - "Tanz auf dem Vulkan"


Das stellt ein Problem dar, dem wir heute bereits überall in der Welt ausgesetzt sind. Und man kann letztendlich nichts vorbeugend dagegen tun, denn wir sind zu viele Menschen auf dieser Welt, die Interessenskonflikte mit der Natur werden jährlich mehr und mehr statt weniger. Wir sollten die Menschen "weniger machen", solange wir es noch ohne schlimmes Leid zu verursachen können, denn nur so werden zukünftige Katastrophen tatsächlich verringert.


  Zwei Beispiele für unverantwortliches Handeln:

- Im Osten Deutschlands sind von der Flut zerstörte Siedlungen in den natürlichen Überflutungsgebieten genau dort wieder aufgebaut worden.

- Man weiß seit über 100 Jahren, dass es in San Fransisco jederzeit zu einem unvorstellbar schlimmen Erdbeben kommen kann, und dass dies in nächster Zukunft auch zu erwarten ist. Trotzdem wird nichts unternommen, um die Bevölkerung ausreichend (wie etwa in Japan) zu schützen.

  Wird die Wiederaufbauhilfe in Südasien diese Erkenntnisse berücksichtigen? Wohl kaum.


  Jeder vernünftig denkende Mensch weiß heute genau, dass die Grenzen des Bevölkerungswachstums längst erreicht sind. Mit Ausnahme Chinas reagieren die verantwortlichen Politiker der Welt nicht, im Gegenteil, wie in Deutschland werden sogar kinderreiche Familien gefördert.

  Wer zukünftige Katastrophen verhindern helfen will, sollte zuallererst damit beginnen, seine eigene fatalistische Einstellung zu ändern und seinen Blick zu schärfen für die eigentliche Herausforderung dieses Jahrhunderts.

  Wenn nicht, wird alles irgendwie für uns erledigt werden - aber das dann sicher in apokalyptischen Zuständen, die heute noch unvorstellbar sind.


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23.06.2004 - Mittwoch - "Visionen II"


Mit diesem Bild der "Vernunft" und mit dem der damaligen Angst, das auch die Wende des Fortschrittsglaubens einleitete, der noch auf überholte Technologien bei der Energieerzeugung setzte, wuchs ich auf.

  Dieses Bild ist heute Realität; es wurde beim Flug ins Universum fotografiert (das muss man sich mal vorstellen) - und dieser alternative Weg ins All zeigt neben den erneuerbaren Energien die gewaltige Innovationskraft der USA  - und eben nicht den vielzitierten angeblichen europäischen Vorsprung.

  Anmerkung für Deutsche: es handelt sich bei dem "Propellerbild" nicht um eine besiedelte Kulturlandschaft.


  Ich lebe heute in der Utopie des Gestern - und kann's gar nicht richtig fassen. Ich freue mich riesig und sage all den "Gestrigen" Dank für ihre großen wahrgewordenen Zukunftsideen.

  Eine Frage bleibt zum Schluss, wieso Frauen kaum Visionäre sind ;-))


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22.06.2004 - Dienstag - "Visionen"


Die erste nonstop Weltumrundung schaffte 1986 die Voyager des Burt Rutan. Seine neue Entwicklung ("White Knigth") hob vorgestern seinen Raumer SpaceShipOne 15 Kilometer hoch, der dann ausklinkte, eine Rakete startete und in den Anfang des Weltraumes flog. Sagenhaft, wie geniale Visionäre es immer wieder schaffen, ihre Visionen (gegen jede erdenkliche Borniertheit u.a. auch der DLR) Realität werden zu lassen. Gratulation!

  Mehr über Burt Rutan - oder zur stark überlasteten Webseite mit vielen Infos und Fotos.


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