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Betreff: Der Beginn des Weges ist das Ziel (Spiegel 1)
Datum: 14.05.2000 22:43
Autor: Capt.GB


Zu Beginn muss ich sagen, ich bewundere die Leute, die wirklich abstrakt denken können. Meine Wenigkeit benötigt dazu stets Bilder.
Mit etwas mehr Zeit und Geduld gelingt es mir aber bisher immer, für alles Abstrakte auch ein bildliches Beispiel zu finden - selbst wenn einige von ihnen auf dem ersten Blick "abstrus" erscheinen mögen.

Das nun folgende Spiegelbeispiel wird für mindestens die nächsten 3 Theorien herhalten müssen - wobei "Spiegel" am Ende für Leben, das Sein usw. stehen wird.

DER BEGINN DES WEGES IST DAS ZIEL
Wie soll man sich das vorstellen können?

Ok., der Spiegel - schon falsch, der "Alibert". Ihn kennen wir wohl alle, wenngleich er auch wohl aus der Mode gekommen ist. Das in Plastik gegossene Wunder der Badezimmerordnung, 3-türig verspiegelt.
Du kennst den "Alibert" nicht?
Hilfsweise nehmen wir dann die Spiegelkommode des Schlafzimmers aus Schleiflack zur Hand, an deren mittlerem Spiegel rechts und links je ein verspiegelter und beweglicher Seitenflügel hängt.

Bon.

Wenn du nun vor diesem Spiegel stehst und die Seitenspiegel so verstellst, dass du dich im Spiegel gespiegelt siehst - dann tust du, ohne es zu wissen, einen Blick in die Unendlichkeit und in den Ursprung zugleich!

Wie das?

Also, du siehst dich spiegeln, das Spiegelbild wird von Mal zu Mal kleiner, da es immer weiter entfernt scheint. Das ist ein Trugbild, denn würdest du über entsprechende optische Geräte verfügen, so könntest du immer weiter gucken und kein Ende der Spiegelreihe sehen.
Dein Bild spiegelt sich ins Unendliche!

In der Mathematik ist es die Kurve der Funktionsgleichung, die gen Null führt, Null aber NIE erreichen wird. Die Kurve bzw. der Zahlenwert kann mit einer noch so großen Rechnergeschwindigkeit auf den Punkt/Wert Null losbrausen - Null wird nie erreicht.
So etwas ist kaum vorstellbar aber im Spiegel siehst du es!

Soweit, so gut. Jetzt kommt ein klein wenig Fantasie hinzu:

Einmal angenommen, ganz willkürlich, du steigst nun in den Spiegel hinein und dein Ausgangspunkt wäre Spiegelbild Nummer 10.145, weiter angenommen, du kannst nur 5.000 Spiegelbilder weit sehen, da du kein Zoomgerät dabei hast, was siehst du nun?
Genau, zwei scheinbar ins Unendliche verlaufende Spiegelbildreihen.

So, nun musst du dich für eine Richtung entscheiden, in der du losläufst, da du ein Ziel erreichen willst.

Jetzt gibt es unterschiedliche Menschen:

1.
Diejenigen, die gar nichts wissen. Das sind Menschen, die nun von Spiegel zu Spiegel klettern, immer von einem Bild ins nächste aber dabei die Richtung ins Unendliche eingeschlagen haben.
Aufs Leben betrachtet sind es wohl die ewig Suchenden.

2.
Die Klugen. Diejenigen, die stehen bleiben oder gemächlich ein paar Spiegelbilder in die eine Richtung gehen, dann wieder in die andere Richtung, weil sie denken, es gibt überhaupt kein Ziel.
Im Leben sagen sie wohl: " Der Weg ist das Ziel."

3.
Die Weisen. Sie schlagen den richtigen Spiegelweg ein und gelangen nach 10.144 Spiegelbildern zu einem ganz "merkwürdigen" 10.145sten Bild - sie erreichen das Ziel - und das Ziel ist gleichzeitig der Ursprung des (Spiegel-) Weges...
Und das sind sie selbst!

Captain


http://www.thyla.de/page19.html

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Titel: 1984 - Captain noch ganz dumm...
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Betreff: Spiegel 2
Datum: 11.03.2000 23:21
Autor: Capt.GB


Die Zeit als Hindernis des Erkennens, des "Sehens":

Elektronen zum Beispiel schwirren mit einem solch waghalsigen Tempo um diverse Atome, dass, selbst wenn wir sie theoretisch mit unseren Augen sehen könnten, wir sie aufgrund ihrer Geschwindigkeit nicht sähen.

Die Bewegungen und Planetenbahnen in unserem Sonnensystem, erst recht die, der Galaxien, können wir genauso wenig sehen aber nur, da sie zu langsam sind  :))

BLIND ist der Mensch 

Alles wiederholt und spiegelt sich.
Ein Beispiel: Die Form eines Pflanzenblattes wiederholt sich bis ins mikroskopisch kleinste.
Wir sehen - sagen wir mal einen Teil des Blattrandes. Er besteht aus 3 Zacken. Jeder einzelne Zacken besteht wiederum aus 3 gleichen Zacken, jeder Zacken hiervon wiederum aus... usw., usf..
Formen in der Natur geben sich gewissermaßen in Verkleinerungen und Vergrößerungen selbst weiter, sind immer wiederkehrend, wie beim Spiegel.
Dies ist Stand der Wissenschaft.

Mit unseren Augen und in unserer beschränkten Zeitwahrnehmung sind wir nur in der Lage einen schrecklich kleinen Miniteil des Seins zu erkennen, die Physik hilft uns als Krücke deshalb - wir können aber wirklich nicht in den zum Beispiel STEIN hineinsehen, obwohl wir durch physikalische Messungen usw. wissen, er besteht aus bestimmten Molekularanordnungen usw..
Vielleicht gibt es "anderes" Leben, das/die einen Stein nicht wie wir, sonders als Haufen schwirrender Elektronen sähen (wie wir einen Mückenschwarm), da sie ein anderes Zeiterleben haben.
Unser Blick in den Kosmos wäre vielleicht, wie der Blick eines Wesens, das auf einem "Planeten" Elektron (einer Welt) in einem Stein leben würde - es könnte aus dem Stein auch nicht hinaussehen in unsere Welt.

Vielleicht sind all die Galaxien nichts weiter als der Riesenkörper Gottes und der wiederrum eines noch größeren Körpers?
Vielleicht sind sie nichts weiter als die eines Riesensteines in einer anderen Welt - unbedeutend vielleicht.

Wenn ich nun die Gesetzmäßigkeit der sich wiederholenden Formen (u.a. Spiegeltheorie) als wahr voraussetze, so gibt es in jedem Sandkorn unendlich viele Universen mit unendlich viel Leben, mit unendlich vielen Erden, mit unendlich vielen ICH's - und all das sich wiederholend, "kleiner" werdend und größer.

Ist das nicht faszinierend?

Captain

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Betreff: wiedermal das Zeiterleben
Datum: 10.01.2000 14:34
Autor: Capt.GB


Alles fließt, ist in Bewegung. So wie die Galaxien, so ebenfalls alles auf der Erde. Es gibt nichts wirklich starres, selbst Kontinente sind in Bewegung.
Eine Glasscheibe, würde sie theoretisch 500 Jahre halten, wäre unten dick und oben dünn nach dieser Zeit, da durch die Gravitation, ja wie sag ich das jetzt (?), das Glas gewissermaßen nach unten gezogen wird. Selbst Glas ist nicht wirklich starr, sondern eher eine ganz zähe Masse - die wir wieder nicht so erleben, da unser Zeiterleben das eben nicht zuläss.

Jetzt kommt noch was philosoffisches  :))

Also, ich kann mit meiner Hand in Wasser greifen. Im dicken Kuchenknetteig ist es schon etwas schwieriger und durch eine Glasscheibe kann ich nicht greifen. Ich (!) nicht.

Irgendwelche Funksignale, Geräusche und Licht können das aber schon. Wahrscheinlich ebenfalls irgendwelche Mikroorganismen, vielleicht auch solche, die wir aufgrund ihrer Winzigkeit noch gar nicht entdeckt haben.

Das alles zeigt doch schon, dass Glas kein starres Gebilde ist.
Dann müsste es doch auch möglich sein, dass ein fremdes Leben, das die Zeit ganz anders wahrnimmt als wir, für dass die Reise der Erde um die Sonne so ist, wie ein Tag für uns, dass also ein solches Leben von uns nicht wahrgenommen wird, sowenig, wie wir aus dem Universum hinausblicken können.
Dann könnten doch theoretisch unzähliges fremde Leben ständig mitten unter uns sein und wir würden uns gegenseitig nicht erkennen. Und natürlich würde dieses fremde Lebewesen Glas überhaupt nicht als solches wahrnehmen. Vielleicht liefe es ständig durch uns hindurch?

Philosoffisch betrachtet finde ich diese Vorstellung prima  :))  da sie im "Jules Verneschem Sinne" die Fantasie ihren Platz lässt... und irgendwie sind Gedanken doch auch ein Spiegel der Wahrheit, wie das Sein selbst...?!

Captain (Nüchtern! Das muss ich betonen! *nochschlimmerggg*)

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Betreff: und nochmal...
Datum: 02.12.1999 14:45
Autor: Capt.GB,


Vielleicht gibt es ja viel weiter entwickeltes Leben als wir, und dieses Leben bewohnt einen Miniplaneten, ein uns bekanntes Elekron zum Beispiel und für diese Lebewesen wäre der Zeitraum eines unserigen Tages vielleicht wie 10.000 Jahre.

Dann könnten (so klein, dass wir sie mit modernsten Mitteln [noch] nicht sähen) ständig Raumschiffe zwischen einem Erlektron (ihrer Welt) zum Beispiel in einem Löffel und einer ihnen fremden Welt außerhalb ihrer Galaxie (Kaffetasse) reisen. Und wir bekämen überhaupt nichts davon mit!

Auch philosoffisch, was  :))

Captain

PS: Wenn die Kaffetasse zu Boden fällt und in Scherben daliegt, dann wäre es vielleicht für die Minileben eine galaktische Katastrophe.
Könnte man einen Zeichentrickfilm draus machen, gelle... so ähnlich, wie das U-Boot, das durch die menschlichen Blutbahnen fährt...
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Betreff: Bewusstseinsebenen
Datum: 26.08.1999 15:06
Autor: Capt.GB
Noch nie hatte ich verstanden, wenn Esoterik-Freaks von "Bewusstseinsebenen" usw. gesprochen haben. Und heute halte ich dieses Gerede größtenteils für Humbug!

Aber eines verstehe ich mittlerweile und möchte dies an einem Beispiel verdeutlichen.

Es gibt Menschen - und ein sehr enger Freund von mir gehörte dazu - die versichern uns im Leben: "wenn ich einmal sterbe, dann werde ich dir ein Zeichen geben, dass ich nach dem Tod weiterlebe, irgendwas, sei es, ich bewege deinen Kronleuchter im Wohnzimmer..."

Auch mein Freund wollte dies tun und ihm war es wirklich ernst darum.

Er starb.
Anfangs habe ich, besonders nachts, gewartet, es möge etwas geschehen. Ich wartete auf irgendein Zeichen von ihm. Nichts.
Existiert er nun nicht? Das war die Mutter aller Fragen für mich.

Wiedergeburten finde ich unlogisch und nirgends wirklich bewiesen.

ABER - eines wurde mir plötzlich klar:

Nehmen wir an, du träumst. Einen Alptraum. Ganz schlimm geht's dort zur Sache.
Zum Beispiel:
Du träumst, dass etwas ganz schreckliches geschehen wird, du weißt im Traum auch was, ein dir nahe stehender Mensch wird verunglücken mit dem Auto und sterben. Doch du stehst über diesen Geschehnissen, schaust von oben quasi herab und es bedarf nur eines einzigen Wortes der Warnung von dir, um alles Schlimme zu verhindern.

Du setzt an, dieses Wort zu sprechen. Aber im selben Augenblick - im Traum wird jede Logik aufgehoben (!) - merkst du, dass du dieses Wort nicht sprechen kannst, da du aufwachst.
Das Geschehen verschwindet irgendwie in den Hintergrund, wie durch Nebel.
Mit deiner ganzen Kraft angestrengt nimmst du dir vor, laut das erlösende Wort zu rufen - doch dann wachst du auf.
Zuerst wirr zwischen Traum und Wirklichkeit nimmst du dir augenblicklich vor, sofort, sobald du wieder klar im Kopf bist, das erlösende Wort zu rufen, damit das Unheil nicht geschieht!

Dann Sekundenbruchteile weiter seufzst oder lachst du, da dir klar geworden ist "es war ja nur ein Traum".

Genau das ist es! Zwei Bewusstseinsebenen: im Traum und im Wachsein. Im Traum wirkt Realität genauso wahr, wie im Wachsein! Im Traum kannst du nicht wirklich fühlen, das du im Traum bist, sondern du bist dir sicher, dass alles, was du dort erlebst, auch wirklich so geschieht!
Dann wachst du auf und erst dann ist dir völlig klar, dass du nun niemandem etwas zu sagen hast, da alles Erlebte nur im Traum geschah.

Und vielleicht ist es nach dem Tod ähnlich: du siehst wie nach dem Erwachen eines Traumes alles sehr anders.
Mein Freund antwortet nicht, da er sein vorheriges Leben, wie mir vielleicht der letzte Alptraum vorkam. Unnötig da unreal...! Aufgewacht...!

Eine wirklich andere Bewusstseinsebene...

Captain

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Betreff: Urknall
Datum: 16.03.1999 15:01
Autor: Capt.GB,

Vor 2 Wochen hörte ich im Radio (WDR 2), dass US amerikanische Astrophysiker viele neue Galaxien im Universum entdeckt haben wollen, und zwar - jetzt gebe ich das mal laienhaft wieder - seien sie so weit entfernt, dass sie mit unserer Urknalltheorie nicht vereinbar seien, da sie augenblicklich während des Urknalles schon so ziemlich an ihrem heutigen Ort gewesen sein müssten, und dies sei ja schlicht unmöglich.

Captain hatte vor Jahren schon den Gedanken, dass die Urknalltheorie das Ergebnis zweidimensionalen Denkens ist, ein Jetzt-Zustand (des jetzigen Wissens) damit erklärt würde, doch mit Wahrheit sowenig zu tun hat, wie... was weiß ich.

Wieso eigentlich EIN Knall? Wieso nicht zwei oder drei oder Milliarden oder unzählige!!!

Wenn man sich die gewaltigen Dimensionen des Weltalls vergegenwärtigt, so blicken wir in einen stecknadelgroßen Bereich, mehr nicht.

Wenn du dir mal vorstellst - linear und zweidimensional gedacht (!) - 10 Bomben liegen im Abstand von je 100 Metern nebeneinander und explodieren. Sämtliche umherfliegende Splitter wären nun Planeten und du würdest auf einem Splitter lebend einen Bereich, sagen wir von Bombe Nr. 5 untersuchen und zwar 50 qcm groß, theoretisch zeitlich eingefroren, also quasi die Explosion in super Zeitlupe, dann könntest du aus den zeitlupenartigen Bewegungen der Splitter den Ursprung der Explosion berechnen.

Du kämst auf die Urknalltheorie, aller Anfang ist logisch für dich und vor allem nachweisbar!

So, weiter nehme einmal an, dass dein Splitter und dieser zu untersuchende Bereich nahe der Schnittstelle zu Bombe 6 liegt. Durch Fortschritte kannst du nun plötzlich weiter sehen und entdeckst Splitter, die eine ganz andere Bewegung machen, als die, die zu deinem Model passen. Du weiß aber nicht, dass sie von einer anderen Bombe herrühren.
Genau das passiert heute ganz langsam in der Astrophysik. Die Erkenntnis macht sich breit, dass irgendwie die Urknalltheorie doch wohl nicht so ganz stimmen kann.

Und jetzt stelle dir einmal vor, nicht 10 Bomben liegen genau 100 Meter je nebeneinander und explodieren zur selben Zeit, sondern in allen 4 Dimensionen (Zeit als Dimension dabei) geschieht dies in unregelmäßigen und 3-dimensionalen Verhältnissen...! Bis heute und auch morgen...!

Die Theorie des Urknalls ist nur die richtige Theorie EINES Urknalls unter unzähligen!

Captain  :))

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Betreff: Eine Urknall-Skizze hierzu
Datum: 10.01.1999 17:42
Autor: Capt.GB

Leider ist die Qualität der RatzFatz-Bildkompremierung etwas zum Opfer gefallen, so dass Captains schmucke USS Shipodrom nicht deutlich erkennbar wird.
Ein U-Boot-Körper mit Sehrohr und hundeartigen Beinen (um nach einer Landung auf dem Planeten laufen zu können) und Schwanz (zum Wedeln, wenn die Shipodrom sich freut *ggg).

http://www.georg-mrozek.de/urknallskizze.jpg

Titel: Schlampige Urknall-Verständnis-Skizze  ;-))
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